Die therapeutische Ultraschallbehandlung ist eine physikalische Therapieform, bei der hochfrequente Schallwellen gezielt in das Gewebe geleitet werden. Über ein Kontaktgel wird der Schallkopf langsam über den zu behandelnden Bereich bewegt. Die Behandlung ist für den Hund in der Regel angenehm und schmerzfrei.
Die Schallwellen erzeugen im Gewebe sowohl mechanische als auch thermische Effekte. Die mechanische Wirkung wird häufig als Mikromassage beschrieben: Durch kleinste Druckschwankungen können Stoffwechselvorgänge und die lokale Durchblutung angeregt werden. Je nach gewählter Einstellung entsteht zusätzlich eine dosierte Tiefenwärme, welche die Dehnfähigkeit des Gewebes verbessern und muskuläre Spannungen reduzieren kann.
Der Ultraschall kann kontinuierlich als Dauerschall oder mit Unterbrechungen als gepulster Ultraschall eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die Behandlung individuell an den jeweiligen Befund, die Gewebestruktur und die Therapiephase anpassen.
Die Ultraschalltherapie kann unter anderem unterstützend eingesetzt werden bei:
Ob eine Ultraschallbehandlung geeignet ist, wird immer individuell anhand des Befundes entschieden.
Die Ultraschalltherapie und die Lasertherapie – auch Photobiomodulation genannt – arbeiten mit unterschiedlichen physikalischen Reizen.
Bei der Ultraschalltherapie werden Schallwellen eingesetzt. Im Vordergrund stehen die mechanische Mikromassage, die Beeinflussung der Gewebestrukturen und – abhängig von der Einstellung – eine gezielte Tiefenwärme. Sie eignet sich daher besonders zur Behandlung von Muskeln, Sehnen, Bändern, Narben und Verklebungen.
Die Photobiomodulation arbeitet dagegen mit gebündeltem Licht. Die Lichtenergie wird von den Zellen aufgenommen und kann dort regenerative, schmerzlindernde und entzündungsregulierende Prozesse unterstützen. Sie wird unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Entzündungen, Schmerzen, Wunden und neurologischen Beschwerden eingesetzt.
Beide Therapieformen können sich sinnvoll ergänzen. Welche Methode zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem individuellen Befund und dem jeweiligen Behandlungsziel des Hundes.