Titelbild Hundephysiotherapie Würselen

Ultraschall

Sonic Vital XTcoloR VET

Ultraschalltherapie in der Hundephysiotherapie

Die therapeutische Ultraschallbehandlung ist eine physikalische Therapieform, bei der hochfrequente Schallwellen gezielt in das Gewebe geleitet werden. Über ein Kontaktgel wird der Schallkopf langsam über den zu behandelnden Bereich bewegt. Die Behandlung ist für den Hund in der Regel angenehm und schmerzfrei.

 

Wie wirkt therapeutischer Ultraschall?

Die Schallwellen erzeugen im Gewebe sowohl mechanische als auch thermische Effekte. Die mechanische Wirkung wird häufig als Mikromassage beschrieben: Durch kleinste Druckschwankungen können Stoffwechselvorgänge und die lokale Durchblutung angeregt werden. Je nach gewählter Einstellung entsteht zusätzlich eine dosierte Tiefenwärme, welche die Dehnfähigkeit des Gewebes verbessern und muskuläre Spannungen reduzieren kann.

Der Ultraschall kann kontinuierlich als Dauerschall oder mit Unterbrechungen als gepulster Ultraschall eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die Behandlung individuell an den jeweiligen Befund, die Gewebestruktur und die Therapiephase anpassen.

 

Mögliche Einsatzgebiete

Die Ultraschalltherapie kann unter anderem unterstützend eingesetzt werden bei:

  • muskulären Verspannungen und Myopathien
  • Erkrankungen und Überlastungen von Sehnen und Bändern
  • Narbengewebe und Gewebeverklebungen
  • Kontrakturen und Bewegungseinschränkungen
  • chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates
  • verzögerter Regeneration nach Verletzungen
  • Schmerzen und lokalen Durchblutungsstörungen

Ob eine Ultraschallbehandlung geeignet ist, wird immer individuell anhand des Befundes entschieden.

Ultraschalltherapie oder Lasertherapie?

Die Ultraschalltherapie und die Lasertherapie – auch Photobiomodulation genannt – arbeiten mit unterschiedlichen physikalischen Reizen.

Bei der Ultraschalltherapie werden Schallwellen eingesetzt. Im Vordergrund stehen die mechanische Mikromassage, die Beeinflussung der Gewebestrukturen und – abhängig von der Einstellung – eine gezielte Tiefenwärme. Sie eignet sich daher besonders zur Behandlung von Muskeln, Sehnen, Bändern, Narben und Verklebungen.

Die Photobiomodulation arbeitet dagegen mit gebündeltem Licht. Die Lichtenergie wird von den Zellen aufgenommen und kann dort regenerative, schmerzlindernde und entzündungsregulierende Prozesse unterstützen. Sie wird unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Entzündungen, Schmerzen, Wunden und neurologischen Beschwerden eingesetzt.

Beide Therapieformen können sich sinnvoll ergänzen. Welche Methode zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem individuellen Befund und dem jeweiligen Behandlungsziel des Hundes.