Die Injektionstherapie ist ein zielgerichteter ergänzender Baustein innerhalb einer ganzheitlichen Behandlung des Bewegungsapparats. Dabei werden passende Präparate direkt in bestimmte Gewebebereiche eingebracht, um dort gezielt zu unterstützen.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
homöopathische Injektionspräparate
B-Vitamine (z. B. zur Unterstützung von Nerven und Muskulatur)
Welche Mittel verwendet werden, hängt immer vom individuellen Befund und der betroffenen Struktur ab.
Die Methode eignet sich besonders begleitend bei folgenden klassischen Erkrankungen und Beschwerdebildern des Bewegungsapparats:
Arthrose (Hüfte, Knie, Ellenbogen, Schulter, Wirbelgelenke)
Spondylose
Hüftgelenksdysplasie (HD) – begleitend
Ellbogendysplasie (ED) – begleitend
Patellaluxation
Osteochondrose (OCD) – nach tierärztlicher Abklärung
Cauda-equina-Kompression / Lumbosakral-Syndrom (LS-Syndrom)
bandscheibenbedingte Rückenprobleme (HWS/BWS/LWS)
degenerative Myelopathie (DM)
Nervenreizungen / Neuralgien
Radikulopathien (Reizungen der Spinalnerven)
Ischias-Beteiligung
Nervenentzündungen nach Überlastung oder Trauma
muskuläre Dysbalancen
wiederkehrende Verhärtungen und Verspannungen
lokale Triggerpunkte
fasziale Spannungen und Verklebungen
muskuläre Schwäche nach Schonhaltung oder Verletzung
Sehnenreizungen
Bandüberlastungen
Gelenkkapselreizungen
Überlastungserscheinungen bei Sporthunden
Narbengewebe nach OP oder Verletzungen
Bewegungseinschränkungen durch Narbenzug
Schonhaltungen durch Gewebeveränderungen
nachlassende Stabilität im Alter
reduzierte Belastbarkeit
chronische Muskelermüdung
Rekonvaleszenz nach längerer Ruhephase
Je nach Region, Struktur und Symptomatik werden drei Injektionstechniken eingesetzt. Andere Verfahren kommen nicht zum Einsatz.
Das Präparat wird in die oberste Hautschicht gegeben, sodass eine kleine Quaddel entsteht.
Vorteil: langsame, gleichmäßige Verteilung im Gewebe und längere Verfügbarkeit.
Die Injektion erfolgt in das lockere Gewebe direkt unter der Haut.
Gut geeignet, wenn ein überschaubares Gebiet unterstützt werden soll oder die betroffene Struktur hautnah liegt.
Das Präparat wird direkt in einen bestimmten Muskelbereich verabreicht.
Wird vor allem bei Verspannungen, muskulären Dysbalancen oder Rückenbeschwerden eingesetzt.
Bei der Injektionstherapie werden verschiedene Präparatearten verwendet, die je nach Befund individuell kombiniert werden können. Dazu gehören homöopathische Komplexmittel, Einzelmittel sowie, bei entsprechenden Indikationen, auch Vitamine zur Unterstützung nervaler oder muskulärer Strukturen.
Welche Kombination eingesetzt wird, richtet sich immer nach:
der betroffenen Region
der zugrunde liegenden Symptomatik
dem individuellen Bedarf des Hundes
Die Auswahl erfolgt nach Untersuchung und wird jeweils an die aktuelle Situation angepasst.
Wie oft eine Injektionstherapie durchgeführt wird, hängt immer von mehreren Faktoren ab – zum Beispiel von der Symptomatik, der betroffenen Struktur, dem allgemeinen Zustand des Hundes und auch davon, welche Art von Präparaten eingesetzt wird.
In vielen Fällen erfolgt die Behandlung nicht nur einmal, sondern über einen gewissen Zeitraum. Manche Präparate eignen sich gut für eine kurweise Anwendung, andere werden eher in mehreren Einzelsitzungen im Abstand von einigen Tagen oder Wochen verabreicht.
Der genaue Rhythmus wird immer individuell festgelegt, abhängig davon:
wie der Hund auf die Behandlung reagiert
ob akute oder chronische Themen vorliegen
ob muskuläre, nervale oder gelenknahe Strukturen betroffen sind